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Hinweise zum Bau von "Snowblades" oder Kurzski (Bauanleitung)

"Snowblades" bzw. Kurzski kann man sehr gut auch selber aus einem alten Paar Alpin Ski herstellen. 

Kurzski (gekürzter Originalski)

Die Fahreigenschaften der selbst gebauten Kurzski sind ähnlich, wie die von gekauften "Snowblades". Der einzige Nachteil ist, dass man mit diesen Skiern nicht richtig rückwärts fahren kann, dafür fehlt die Biegung im hinteren Teil der Skier. Ein eingefleischter Snowblade-Fan wird wahrscheinlich nicht meine Einschätzung teilen, aber zum kostengünstigen Einstieg sind diese selbst gebauten "Snowblades" ideal.

Für den Bau der Kurzski eignen sich am besten alte Alpin Ski, die noch einen Vollholzkern aufweisen. Einen Vollholzkern besitzen meistens die ältesten Ski, die man auf Flohmärkten oder Dachböden finden kann. Bereits am erheblichen Gewicht dieser Ski kann man oft erkennen, ob es sich um Ski mit einem Vollholzkern handelt. Warum eignen sich gerade diese Ski besonders für den Umbau? Ganz einfach, bei Skiern, die Hohlräume aufweisen oder ausgeschäumt sind, lassen sich die Bindungen nicht richtig fest verankern. Alte Ski erhält man auch häufig sehr günstig oder sogar kostenlos auf Wertstoffhöfen, Flohmärkten usw..

Bei der Auswahl der Bindung, sollte man immer auf noch funktionsfähige Sicherheitsbindungen zurückgreifen. Die meisten "Snowblades", die man kaufen kann, sind nur mit einer Bügelbindung versehen. Bei diesem Bindungstyp ist der Fuß fast unlösbar mit dem Ski verbunden. Bei einem unglücklichen Sturz kann man sich, obwohl die Ski sehr kurz sind, das Knie oder das Hüftgelenk verdrehen. Ich persönlich benutze daher so gut wie nie "Snowblades" mit Bügelbindung. Als optimale Skilänge hat sich eine Länge zwischen 90 cm und 100 cm bewährt. Für das Kürzen der Skier kann man am besten  einen Winkelschleifer verwenden. Mit einer Metallsäge hat man oft an den gehärteten Stahlkanten der Skier große Probleme.

Achtung: Einige Skier beinhalten glasfaserverstärkte Elemente. Diesen Staub sollte man in keinem Fall einatmen. Ob noch andere gesundheitsgefährdende Stoffe in alten Ski verbaut wurden, weiß ich nicht. Jeder muss daher selber entscheiden, ob evtl. gesundheitliche Gefahren beim Kürzen der Ski auftreten können.

Beim Anschrauben der Bindungen muss man aufpassen, dass die Schrauben nicht durch den unteren Belag des Ski dringen. Um dies zu verhindern, kann man die Schrauben etwas abfeilen oder einfach Unterlegscheiben verwenden. Man muss dabei aber beachten, dass trotz gekürzter Schrauben noch ein ausreichend großer Teil der Schraube im Ski verankert ist. Besonders knifflig ist oft das Verankern des vorderen Teils der Sicherheitsbindung. Bestimmte Skimodelle eigenen sich daher nicht für den Umbau zum Kurzski. Im vorderen Bereich sind diese Modelle einfach zu dünn und es ist dann unmöglich die vordere Bindung fest zu verankern. Daher sollte man schon bei der Auswahl der Ski auf eine ausreichende Dicke des Skis achten. Die Löcher für die Schrauben sollte man mit einem kleinen Bohrer etwas vorbohren, da man ansonsten die Schrauben nur sehr schwer in den Ski drehen kann.  Nachdem man die Bindungen angebracht hat, geht es ans Einstellen.

Die meisten Experten raten die Bindungseinstellungen von einem Fachgeschäft vornehmen zu lassen.  Alte Bindungslöcher in den Ski sollten mit einem Klebstoff oder etwas Silikon verschlossen werden, da ansonsten Feuchtigkeit in den Ski eindringen kann.

An dieser Stelle muss ich jeden darauf hinweisen, dass die Verwendung dieses Erfahrungsberichtes auf eigene Gefahr geschieht. Jeder muss für sich selber entscheiden, ob die selbst gebaute Konstruktion eine ausreichende Stabilität aufweist.

Ich wünsche allen, die sich selber einen Kurzski bauen, viel Spaß beim Bauen und anschließendem Fahren. Falls Sie Fotos von Ihren selbst gebauten Ski haben, einfach per E-Mail schicken und ich werde die Fotos hier veröffentlichen.

Sie haben noch weitere Fragen zum Kurzski oder Sie möchten einfach mit mir über das eine oder andere Thema diskutieren, dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Ich freue mich über alle Mitteilungen.

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