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Gewölbe (Keller) bei Eurasburg 584m

Ausgangspunkt – (Ziel):

Eurasburg - Gewölbe bei Eurasburg

Höhe (max):

600 m

Höhenmeter:

 

Länge:

1 - 2 km

Gehzeit:

1 - 2 Std.

Verkehrsmittel:

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. (S-Bahn bis Wolfratshausen - Weiterfahrt mit dem Bus (Nr. 372) bis Eurasburg (Stand: 2009)

Wandergebiet:

südlich von Wolfratshausen

Rund-, Streckenwanderung:

Rundwanderung

Beliebtheit der Route*:

 

Hütten / Almen (bewirtschaftet):

 

Winterwanderung:

evtl. geeignet (abhängig von den Witterungsverhältnissen)

Verlauf:

 

Varianten:

 

Besonderheiten / Beschreibung:

Die genaue Lage des Gewölbes verschweige ich bewusst, da ich verhindern möchte, dass die Zugänge zu den Gewölben verschlossen werden, wenn zu viele "unvernünftige" Personen die Gewölbe unkontrolliert erkunden.

Alle im Folgenden gemachten Aussagen beruhen lediglich auf Vermutungen Interviews mit Zeitzeugen und Recherchen im Internet. Ebenfalls wurden mehrere im Internet verfügbare Fotos von den Innenräumen ausgewertet.

Der Keller kann durch drei von außen derzeit noch sichtbare Eingänge betreten werden. Angeblich existiert noch ein vierter Eingang, der jedoch verschüttet sein soll.

Das Gewölbe stammt wahrscheinlich aus dem 18./19. Jahrhundert und wurde im Dritten Reich um- bzw. ausgebaut. 

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nachweislich auf dem Platz oberhalb des Gewölbes eine Kirche errichtet. Vor dieser Zeit war es in dieser in dieser Gegend verbreitet, dass Eremiten gewisse geistliche Aufgaben übernommen hatten. Es ist daher wahrscheinlich, dass evtl. sogar die Ursprungshöhle von einem Eremiten aus dem 12./13. Jahrhundert erbaut wurde.

Im 18./19. Jahrhundert wurde höchstwahrscheinlich das Gewölbe als Geheimlager für Getreide und andere Lebensmittel genutzt. Es wird auch immer wieder erzählt, dass der Keller als Bierkeller benutzt wurde. Durch die Hauptluken in der Decke wurden die Lebensmittel in das Gewölbe herabgelassen und auf diesem Weg wieder ans Tageslicht befördert. Die zahlreichen, jetzt noch erkennbaren Nebenöffnungen in der Decke dienten der Belüftung des Raums. Da jetzt alle Deckenöffnungen incl. der Belüftungsschächte verschlossen wurden, herrscht nach den Berichten einiger Besucher des Kellers eine enorme Feuchtigkeit in dem Raum. Die Feuchtigkeit bewirkt wiederum, dass die Tonziegel, mit denen das Gewölbe gemauert wurde, langsam zerbröseln. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis das Gewölbe vollständig einstürzt. Der vordere Zugang zum Gewölbe wurde wahrscheinlich nur selten benutzt und hatte hauptsächlich während der Bauphase eine wichtige Bedeutung.

Im Dritten Reich wurden in das Gewölbe mehrere Zwischenwände eingezogen und ein Teil des gemauerten Bodens wurde durch eine Betonsohle mit Stahlarmierungen ersetzt. Ebenfalls wurden an den Seiten im Hauptraum Abflussrinnen, durch die das häufig auftretende Kondenswasser abgeleitet wird, installiert. Diese Abflussrinnen wurden durch ein Stahlgitter abgedeckt. Die Vermutung, dass im Zweiten Weltkrieg dieser "geheime" Raum als Waffendepot verwendet wurde, ist wahrscheinlich falsch. Im Internet habe ich die folgende Information gefunden:

"Ich sprach damals mit der Diakonin der Kirche, die auf der Anlage steht, die vermittelte eine ältere Einwohnerin Eurasburg, die ich interviewte. So sollen die Kirchenbänke damals [im Zeiten Weltkrieg] heruntergetragen worden sein und die Schulkinder dort bei Luftangriffen auf die DSC Zuflucht gesucht haben.
Die Funktion als Bierkeller war damals schon nicht mehr gegeben. Es gab den vierten Eingang mit Zufahrt.(verstürzt, verschüttet)."
Quelle: http://www.geheime-welten.de/index.php?page=Thread&postID=47394#post47394

 Nach dem Zweiten Weltkrieg ist dann dieses Gewölbe in Vergessenheit geraten.

Die Bedeutung des L-förmigen Galeriegangs ist mir immer noch nicht ganz klar. Evtl. hatte man durch diesen Gang immer eine Möglichkeit von oben, ohne die oberen Luken in der Decke zu öffnen,  an die im Lagerraum dicht gestapelten Waren zu gelangen. Die Eingänge zu der Galerie, die kunstvoll gemauert wurden, stammen wahrscheinlich aus einer älteren Zeit, als der große Zugang zu dem Hauptgewölbe, der keine Backsteineinfassung aufweist. Die kleinen oberen Zugänge waren somit im 18. Jahrhundert die alleinigen Zugänge zu den Gewölben. Erst im 19. Jahrhundert, als der Keller als Bierkeller diente, wurde wahrscheinlich der große Zugang angelegt.

Jeder, der detailliertere Informationen über das Gewölbe hat, kann sie mir gerne zukommen lassen. Über jeden noch so kleinen Hinweis bin ich dankbar.

Aufgrund der mir vorliegenden Beschreibungen rate ich jedem davon ab, diesen Keller zu betreten. Mir persönlich reichte es aus die Eingänge und die Umgebung zu erkunden.

Karten / Literatur:

UK L 1 Bayerisches Landesvermessungsamt

Stand:

September 2009

=> zu den Fotos

Skala für die Schwierigkeitsgrade:
Wegbeschaffenheit:

1 - gut befestigte Wanderwege oder Teerstraßen
2
- nicht befestigte Wanderwege / Feldwege
3
- nicht befestigte Wanderwege / häufig muss man über größere Wurzeln oder Steine steigen / kleinere Felsstufen müssen überwunden werden
4
- nicht befestigte Wanderwege / Felsstufen von ca. 30 - 40 cm müssen hin und wieder überwunden werden
5
- nicht befestigte Wanderwege / man muss die Hände hin und wieder einsetzen um das Gleichgewicht zu halten oder sich abzustützen
6
- nicht befestigte Wanderwege / etwas ausgesetzte Stellen sind mit einem Drahtseil gesichert - erhöhte Trittsicherheit erforderlich / Schwindelfreiheit wäre wünschenswert
7
- nicht befestigte Wanderwege / Trittsicherheit erforderlich / Schwindelfreiheit ist Voraussetzung - ausgesetzte Stellen sind vorhanden - zum Klettern muss man hin und wieder die Hände einsetzen - ab diesem Schwierigkeitsgrad haben reine Anfänger bereits größere Schwierigkeiten
8 - Ab- oder Aufstieg über Geröllhalden / viele ausgesetzte Stellen sind vorhanden => absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich /die Hände müssen zum Klettern eingesetzt werden - erhöhte Absturzgefahr
8a
- Klettersteig muss begangen werden / ggf. Klettersteigausrüstung / ggf. Steinschlaghelm sinnvoll
9
- ab dieser Schwierigkeitsstufe muss man schon richtig klettern oder die Aufstiege werden zu anspruchsvoll (gefährlich: z.B. permanente Abrutsch-, Ausrutschgefahr, permanenter Steinschlag, brüchiger Fels usw.) und für den "normalen" Wanderer (jedenfalls für mich) ist der "Spaßfaktor" gleich Null

Orientierungsvermögen:

1- sehr gut ausgeschilderte Wanderwege
2
- nur hin und wieder findet man Wegbeschilderungen eine Karte ist unverzichtbar
3
- fast keine Wegbeschilderungen / Wegmarkierungen eine Karte ist unverzichtbar / man muss sicher im Umgang mit Karten sein
4
- die Wege sind tw. nur schwer zu erkennen oder verschwinden tw. oder vor Ort findet man sehr viele Wege die nicht in einer Karte vermerkt sind => eine Karte ist unverzichtbar / der Einsatz von Kompass und ggf. Höhenmesser kann notwendig werden
5
- keine sichtbaren Wege vorhanden, man benutzt Wildsteige oder geht weglos - sehr gutes Orientierungsvermögen ist notwendig - eine sehr gute Karte ist unverzichtbar / bei diesen Touren sollte man immer einen Kompass und ggf. auch einen Höhenmesser mitführen (Sicherheitsaspekt bei plötzlich aufziehendem Nebel oder Dunkelheit)

Begehungshäufigkeit:

1 - wenig begangen (0 - 6 Leute getroffen)
2
- wenig bis durchschnittlich (7 - 15 Leute getroffen)
3
- durchschnittlich (16 - 20 Leute getroffen)
4
- durchschnittlich bis häufig (21 - 30 Leute getroffen)
5
- häufig (mehr als 30 Leute getroffen)


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