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Höhlenwanderung durch das Angerloch / Angerlloch, Angererloch 940 m

Ausgangspunkt – (Ziel):

Obernach (Parkplatz nördlich der Wasserbau-Versuchsanstalt) 816 m (ca. 1 km nördlich befindet sich auch eine RVO Bushaltestelle, diese Bushaltestelle kann man sowohl von Klais (Bahnhof vorhanden), als auch von Kochel (Bahnhof vorhanden) erreichen.

Höhe (max):

940 m

Höhenmeter:

Aufstieg: ca. 170 m, Abstieg: ca. 170 m (davon ca. 50 Hm in der Höhle)

Länge:

1,5 km bis zum Höheneingang – 0,6 km Höhlenlänge (einfach) – 1,5 km zurück zum Parkplatz

Gehzeit:

ca. 20 Min. zur Höhle, =>ca. 2 Stunden Höhlenwanderung, ca.20 Min. zum Parkplatz

Verkehrsmittel:

PKW / oder Bus (RVO) Die Bushaltestelle ist ungefähr 700m vom Startpunkt der Wanderung entfernt.

Wandergebiet:

Estergebirge

Rund-, Streckenwanderung:

Rundwanderung

Wegbeschaffenheit*:
Orientierungsvermögen*:
sonstige Schwierigkeiten*:

8
5
8a – 9 (Wanderung in der Höhle), wenn man noch keine Höhlenerfarhungen hat, sollte man einen ortskundigen Führer mitnehmen (Kontakt kann ich vermitteln)

Klettersteig:

In der Höhle gibt es sehr viele Kletterstellen, künstliche Sicherungen, außer ein paar Bohrhaken, sind nicht vorhanden.

Ausrüstung:

  • Helm (unverzichtbar), für diese Höhle reicht meiner Meinung nach auch ein Fahrradhelm oder ein Bauarbeiterhelm aus. Man sollte aber darauf achten, dass der Helm einen Kinnriemen hat, da er ansonsten beim Klettern permanent vom Kopf fällt.
  • Stirnlampe (am besten eine gute LED-Lampe, eine Taschenlampe, die man in der Hand halten muss, ist völlig ungeeignet), Ersatzlampe, falls die erste Lampe ausfällt.
  • alte Regenhose (unverzichtbar, da die Höhle auch im Sommer sehr feucht ist und man immer wieder über feuchte, etwas lehmige Felsen rutschen muss). Die Regenhose ist nachher richtig lehmig, man sollte daher nicht die beste Regenhose mitnehmen.
  • in der Höhle herrscht eine Temperatur von ca. 8°C => Fleece Jacke, die schmutzig werden darf oder zusätzlich eine alte Regenjacke
  • Gummistiefel (wenn wenig Wasser in der Höhe ist, kann man auch mit wasserdichten, knöchelhohen Wanderstiefeln in die Höhle gehen)
  • ca. 50 m Kletterseil, 20 m Kletterseil (gute, erfahrene Höhlen-Kletterer können evtl. die Höhle auch ohne Seile befahren / ich persönlich wäre ohne ein Seil nicht mehr aus der Höhle herausgekommen ;-) )
  • evtl. Steigklemme, um sich am Seil besser hochziehen zu können
  • 3 Schraubkarabiner, um das Seil an den Bohrhaken zu befestigen und um das Seil an Zwischensicherungen festzumachen.
  • evtl. 2 Steigklemmen, in die man Fußschlaufen einbindet (an einzelnen Stellen können etwas unsportliche oder etwas kleinere Personen durchaus Schwierigkeiten bekommen)
  • evtl. Klettergurte und weitere Seile, sofern sich Personen in der Gruppe befinden, die unsicher beim Klettern sind oder aufgrund ihrer Körpergröße (unter 1,55m) Schwierigkeiten an den Kletterstellen haben könnten

Beliebtheit der Route*:

An Wochenenden wird die Höhle von sehr vielen Höhlenfreunden besucht. Wenn man Pech hat, sind bereits 5 – 20 Personen in der Höhle. Unter der Woche ist man meistens alleine.

Hütten / Almen (bewirtschaftet):

In Walchensee, Urfeld oder Kochel findet man viele kleine Restaurants

Winterwanderung:

Das Angerloch ist vom 01.10. – 30.04. durch ein Gitter abgesperrt (Fledermaus-Schutzhöhle)

Verlauf:

Obernach (Parkplatz nördlich der Wasserbau-Versuchsanstalt) 816 m – Angerloch 940 m - Obernach (Parkplatz nördlich der Wasserbau-Versuchsanstalt) 816 m

Varianten:

 

Besonderheiten / Beschreibung:

Eine Wanderung durch das Angerloch ist für jeden, der noch nie in einer nicht touristisch erschlossenen Höhle war, ein unvergessliches Erlebnis. Ich persönlich war von dieser Tour begeistert.

Grundsätzlich ist diese Höhle auch für Jugendliche ab ca. 14 Jahre geeignet. Personen mit einer Körpergröße von unter 1,55m haben, aufgrund der vielen Kletterstellen, in dieser Höhle erhebliche Schwierigkeiten.

Bei der Angerhöhle handelt es sich um eine aktive Wasserhöhle (ca. 600 m lang), die mehreren Kluftrichtungen folgt. Tropfsteine sucht man zwar vergeblich, dafür findet man an zwei Stellen kleine Sinterterrassen. Am Grund der (zweistöckigen Höhe) befindet sich ein kleiner Bach.

Wer noch keine Höhlenerfahrung hat und das erste Mal in diese Höhle geht, sollte sich in jedem Fall einem ortskundigen Führer anvertrauen.

Ich empfehle zwei Seile (ca. 50 m und ca. 20 m) mitzunehmen. Die Seile erleichtern den Abstieg und nachher den Aufstieg. Mit einem Klettergurt sollte man Jugendliche und Personen, die unsicher oder wenig Armkraft haben, sichern. Bitte dabei nicht die Eigensicherung vergessen.

Nur über den oberen Eingang sollte man in die Höhle einsteigen. Am Anfang der Höhle steigt man ca. 7 m auf, um dann über mehrere steil abfallende Felsstufen (teilweise 2 – 3 m tief / hoch) abzusteigen. Der Fels ist häufig sehr glitschig, so dass man diese kleinen Klettereien nicht unterschätzen sollte. Für die Angerlochbefahrung sollte man ungefähr 2 Stunden einplanen. Den weiteren Verlauf der Höhle kann man den einschlägig bekannten Höhenbeschreibungen entnehmen.

Eine Bitte habe ich an alle Höhlenneulinge:
Bitte unterschätzt die Höhle nicht, obwohl ich sehr viel Bergerfahrung habe, war ich heil froh, dass ich bei ersten Mal einen erfahrenen Führer dabei hatte. Höhlenprofis werden wahrscheinlich über diese Bemerkung von mir nur müde grinsen.

Häufig werde ich gefragt, wie anspruchsvoll diese Höhle ist, bzw. welche Voraussetzungen man haben sollte. Damit der Spaßfaktor bei den einzelnen Teilnehmern nicht gegen "Null" geht, empfehle ich immer die folgenden körperlichen Voraussetzungen, die man erfüllten sollte:

  • Kraft für 1 – 2 Klimmzüge
  • Kondition für einen 1-stündigen Aufstieg mit 400 Höhenmetern (natürlich muss man nicht 400 Höhenmeter aufstiegen, aber diese Kondition sollte man schon haben)
  • Körpergröße mind. 1,55m (kleinere Personen haben an die vielen Steilstufen erhebliche Probleme)
  • keine Platzangst in engen dunklen Räumen
  • etwas Kletterfahrung

Auf Wunsch kann ich einen Kontakt zu einem professionellen Höhlenführer herstellen.
Für eine 3 – 4 stündige Wanderung mit ca. 4 Teilnehmern, incl. der Höhlenführung verlangt er für alle zusammen ungefähr 130,- €.

Dieser Höhlenführer bietet nebenberuflich auch Höhlenführungen für größere Gruppen oder Firmen an. Alle notwendigen Seile bringt der Höhlenführer mit und sind im bereits mit den Kosten abgedeckt.
Ihr selber müsst nur noch einen Helm (z.B. Fahrradhelm), Taschenlampe (Stirnlampe), Regenhose und Gummistiefel mitbringen.

Karten / Literatur:

UK L 30 Karwendelgebirge 1:50.000 Bayerisches Landesvermessungsamt (die exakte Lage der Höhle ist in dieser Karte nicht eingezeichnet)

Stand:

Juli 2012

=> zu den Fotos

Skala für die Schwierigkeitsgrade:
Wegbeschaffenheit:

1 - gut befestigte Wanderwege oder Teerstraßen
2
- nicht befestigte Wanderwege / Feldwege
3
- nicht befestigte Wanderwege / häufig muss man über größere Wurzeln oder Steine steigen / kleinere Felsstufen müssen überwunden werden
4
- nicht befestigte Wanderwege / Felsstufen von ca. 30 - 40 cm müssen hin und wieder überwunden werden
5
- nicht befestigte Wanderwege / man muss die Hände hin und wieder einsetzen um das Gleichgewicht zu halten oder sich abzustützen
6
- nicht befestigte Wanderwege / etwas ausgesetzte Stellen sind mit einem Drahtseil gesichert - erhöhte Trittsicherheit erforderlich / Schwindelfreiheit wäre wünschenswert
7
- nicht befestigte Wanderwege / Trittsicherheit erforderlich / Schwindelfreiheit ist Voraussetzung - ausgesetzte Stellen sind vorhanden - zum Klettern muss man hin und wieder die Hände einsetzen - ab diesem Schwierigkeitsgrad haben reine Anfänger bereits größere Schwierigkeiten
8 - Ab- oder Aufstieg über Geröllhalden / viele ausgesetzte Stellen sind vorhanden => absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich /die Hände müssen zum Klettern eingesetzt werden - erhöhte Absturzgefahr
8a
- Klettersteig muss begangen werden / ggf. Klettersteigausrüstung / ggf. Steinschlaghelm sinnvoll
9
- ab dieser Schwierigkeitsstufe muss man schon richtig klettern oder die Aufstiege werden zu anspruchsvoll (gefährlich: z.B. permanente Abrutsch-, Ausrutschgefahr, permanenter Steinschlag, brüchiger Fels usw.) und für den "normalen" Wanderer (jedenfalls für mich) ist der "Spaßfaktor" gleich Null

Orientierungsvermögen:

1- sehr gut ausgeschilderte Wanderwege
2
- nur hin und wieder findet man Wegbeschilderungen eine Karte ist unverzichtbar
3
- fast keine Wegbeschilderungen / Wegmarkierungen eine Karte ist unverzichtbar / man muss sicher im Umgang mit Karten sein
4
- die Wege sind tw. nur schwer zu erkennen oder verschwinden tw. oder vor Ort findet man sehr viele Wege die nicht in einer Karte vermerkt sind => eine Karte ist unverzichtbar / der Einsatz von Kompass und ggf. Höhenmesser kann notwendig werden
5
- keine sichtbaren Wege vorhanden, man benutzt Wildsteige oder geht weglos - sehr gutes Orientierungsvermögen ist notwendig - eine sehr gute Karte ist unverzichtbar / bei diesen Touren sollte man immer einen Kompass und ggf. auch einen Höhenmesser mitführen (Sicherheitsaspekt bei plötzlich aufziehendem Nebel oder Dunkelheit)

Begehungshäufigkeit:

1 - wenig begangen (0 - 6 Leute getroffen)
2
- wenig bis durchschnittlich (7 - 15 Leute getroffen)
3
- durchschnittlich (16 - 20 Leute getroffen)
4
- durchschnittlich bis häufig (21 - 30 Leute getroffen)
5
- häufig (mehr als 30 Leute getroffen)


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